Militärtransporter in Spanien verunglücktAirbus 400M stürzt in Sevilla ab
Ein Militärtransporter vom Typ Airbus A400M ist in Spanien abgestürzt. Das Flugzeug war von Sevilla aus zu einem Testflug gestartet. Mindestens vier Menschen starben, zwei überlebten schwer verletzt. Für Airbus bedeutet das Unglück einen schweren Rückschlag.
Ein Militärtransporter vom Typ Airbus 400M ist rund einen Kilometer nördlich des Flughafens von Sevilla in Spanien abgestürzt. Rettungskräfte berichteten von vier Toten und zwei Verletzten. Einer der Verletzten habe künstlich beatmet werden müssen, der andere habe Knochenbrüche und Verbrennungen erlitten. Beide seien ins Krankenhaus gebracht worden. Bei den Opfern soll es sich um spanische Mitarbeiter von Airbus handeln.
Der Airbus A400M war in Sevilla zu einem Testflug gestartet und kurz nach dem Start abgestürzt. Die Maschinen dieses Typs werden in Sevilla endmontiert und vor der Auslieferung getestet. Die abgestürzte Maschine sei für die türkische Luftwaffe bestimmt gewesen, teilte Airbus mit. Laut dem spanischen Fernsehsender TVE hätten die Piloten des A400M dem Tower kurz vor dem Absturz Probleme an Bord gemeldet. Es ist der erste Absturz des Airbus A400M.
Die spanische Luftfahrtbehörde meldete, das Unglück habe sich unweit des Zaunes des Flughafens von Sevilla ereignet. Die Flughafenfeuerwehr sei vor Ort gewesen, deshalb war der Airport für über zwei Stunden geschlossen. Alle Flüge wurden nach Malaga oder Jerez umgeleitet.
Europäisches Prestigeprojekt
Für Airbus bedeutet der Absturz einen schweren Rückschlag für ein ohnehin hochproblematisches Projekt. Der Airbus A400M wurde eigens für verschiedene europäische Streitkräfte entwickelt. Seine Auslieferung und Indienststellung hatte sich immer wieder verzögert, die Kosten explodierten. Mit vierjähriger Verspätung wurde am 1. August 2013 das erste Exemplar an die französischen Streitkräfte ausgeliefert. Die Bundeswehr erhielt am 18. Dezember 2014 die erste von 53 bestellten Maschinen, am 19. Dezember wurde sie in Wunstorf in Dienst gestellt.
Wie die Luftwaffe inzwischen mitteilte, werde der deutsche A400M vorerst bis zur Klärung der Absturzursache am Boden bleibe. "Wir werden kein Risiko für unser Personal eingehen", sagte ein Sprecher. Der A400M befindet sich bei der Bundeswehr noch im Rahmen der Einsatzprüfung. Eigentlich war für den kommenden Dienstag ein Flug nach Norwegen geplant.
Die Linkspartei forderte als Reaktion auf das Unglück einen sofortigen A400M-Beschaffungsstopp. "Der jetzige Absturz ist nur der traurige Höhepunkt einer Pannenserie", sagte der Vizevorsitzende Tobias Pflüger. Der Bundesregierung seien die technischen Probleme beim A400M bekannt, die Beschaffung müsse daher sofort gestoppt werden. "Eine weitere Anschaffung des A400M ist verantwortungslos", erklärte Pflüger.
Wie die Luftwaffe inzwischen mitteilte, werde der deutsche A400M vorerst bis zur Klärung der Absturzursache am Boden bleibe. "Wir werden kein Risiko für unser Personal eingehen", sagte ein Sprecher. Der A400M befindet sich bei der Bundeswehr noch im Rahmen der Einsatzprüfung. Eigentlich war für den kommenden Dienstag ein Flug nach Norwegen geplant.
Die Linkspartei forderte als Reaktion auf das Unglück einen sofortigen A400M-Beschaffungsstopp. "Der jetzige Absturz ist nur der traurige Höhepunkt einer Pannenserie", sagte der Vizevorsitzende Tobias Pflüger. Der Bundesregierung seien die technischen Probleme beim A400M bekannt, die Beschaffung müsse daher sofort gestoppt werden. "Eine weitere Anschaffung des A400M ist verantwortungslos", erklärte Pflüger.
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